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14.05.2013 Kartoffelkartell: Verbraucherzentrale fordert empfindliche Geldstrafen und Gewinnabschöpfung
Hannover, 13.05.2013 - Nachdem Verbrauchern durch Preisabsprachen in
der Süßwarenindustrie jahrelang zuviel Geld aus der Tasche gezogen wurde,
ist nun der Kartoffelhandel betroffen. Die neun wichtigsten Händler in
Deutschland, die etwa 80 Prozent des Kartoffelhandels abdecken, haben
nach aktuellen Medienberichten illegale Preisabsprachen getroffen. Für mindestens
25 Kilo frische Kartoffeln pro Person und Jahr haben Verbraucher im
letzten Jahrzehnt zuviel bezahlt. Da jede zweite Kartoffel aus Niedersachsen
stammt, ist es nicht verwunderlich, dass auch ein Händler aus Niedersachsen
in Verdacht steht. Das Bundeskartellamt hat mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen begrüßt das Vorgehen der
Behörde.
Neben empfindlichen Geldstrafen müssen auch die unrechtmäßigen Gewinne
abgeschöpft werden. Auf über 100 Millionen Euro soll sich der Schaden belaufen.
„Dieses Geld könnte beispielsweise in den Verbraucherschutz fließen“,
fordert Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale. Außerdem
müssten die Firmen genannt werden, sobald sich der Verdacht bestätigt
habe.
Verbraucherzentrale Niedersachsen e. V., Herrenstr. 14, 30159 Hannover,
am Tel: (05 11) 9 11 96-0, Mo bis Do 9 bis 17 Uhr u. Fr 9 bis 14 Uhr oder im
Internet: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/ratge
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