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Die Hildesheim Invaders - "the American way of sports"

Die Hildesheim Invaders sind als Sparte in den großen Verein Eintracht Hildesheim eingegliedert. Wie die Überschrift schon sagt, dreht sich alles um die amerikanische Sportart American Football. Dass Football jedoch viel mehr ist, als nur die Köpfe "gegen einander zu rammen" sieht man, wenn man einen schärferen Blick auf die Vereinsstruktur wirft. So gehört das Cheerleading genauso zu Sport.

"Wir sehen uns als Ausbildungsverein. In dem wir Kinder vom 5. Lebensjahr im Flagfootball ausbilden, lernen, schulen und fordern wir die Kinder nicht nur sportlich, sondern wir legen auch sehr großen Wert auf Teamgeist und die richtige Einstellung zum Sport", erläutert Benjamin Möhle, Vorstandsvorsitzender der Invaders.

In der Tat, wer einmal Teil des Ganzen ist, lässt sich nur schwer aus der Hildesheimer American Football Maschinerie herausfallen.

Der Sport beginnt bei den Kindern ab 6 Jahren. In der Körperkontaktlosen Spielvariante, dem Flagfootball, werden die Grundlagen und die Koordination der Spieler gefördert. Denn genauso komplex, wie sich das Regelwerk des American Football aufbaut, sind auch die Bewegung die erlernt werden. Eine ausgeprägte Laufschule, sowie koordinative Fähigkeiten bilden die Grundpfeiler für einen kompletten American Footballspieler.

Mit 14 Jahren wechselt man dann zur Jugendmannschaft. Hier geht es dann schon richtig zur Sache, denn der Körperkontakt wird nun elementarer Bestandteil des Spiels. "Das ist der schwierigste Schritt den ein American Footballspieler, abgesehen von der Beendigung seiner Footballkarriere, wagt", floskelt Möhle. "Die Umstellung vom Flagfootball zum Jugendfootball. Hier kann es dann auch schon mal weh tun."

Mit 18 Jahren ist man spielberechtigt im Herrenbereich zu spielen. Am Beispiel von Philip Herr kann man die Entwicklung eines Spielers, der die Invadersschule durchlaufen hat, bestens sehen. Im Alter von 9 Jahren begann er sich den Hildesheim Flag Invaders anzuschließen. Schon früh verstand worauf es bei dem Spiel ankommt. Schon schnell, nachdem er mit 14 in die Jugendmannschaft wechselte, nahm er eine führende Position in der Mannschaft ein. Mehrere Nominierungen zur Jugendauswahlmannschaft Niedersachsens, bestätigten seine super Leistungen. Heute spielt Philip im Invaders Herrenteam um mit seinen Mannschaftskameraden um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu spielen.

"Wir haben natürlich den Vorteil, einer der ältesten Vereine in Deutschland zu sein und hatten schon immer Amerikanische Trainer und Spieler, von den denen unsere Spieler eine Menge Erfahrung mitnehmen konnten. Heute sind diese Spieler die Trainer. Wie z.B. Christian Kling. Der 32 jährige Sonderschulpädagoge spielte einige Jahre in seiner aktiven Zeit beim deutschen Meister Braunschweig Lions und leitet heute erfolgreich das Jugendteam. Ca 30 Jugendliche hat der erfahrene Trainer unter seinen Fittichen. Da es schwer ist, mit so vielen Spielern auf einmal zu arbeiten, gibt es pro Mannschaft mindestens 2-3 Trainer. Im Herren und Jugendbereich sind es meist weit mehr.
Auch im Cheerleading greift die selbe Struktur. Junge Mädchen ab dem Alter von 4 Jahren, werden im sogenannten "Pee Wee Cheer" in die Kunst des Anfeuerns, Tanzens, Choreographierens, aber auch in das so spektakuläre Stunting eingeführt.

3 Altersstufen durchläuft ein Cheergirl in seiner Karriere, bevor es dann bei den Silver Roses am Rand des Herrenteams seine Mannschaft von Sieg zu Sieg schreit und tanzt.

Aber auch im Wettbewerb gilt es gut abzuschneiden und so schafften es die Hildesheim Rosen in den letzten Jahren immer wieder auf das Siegerpodest bei den niedersächsischen Meisterschaft.


Die Regeln: So läuft es…
Sie sind das erste Mal bei einem Footballspiel? Macht nichts, hier haben wir die Regeln für Sie in aller Kürze:

American Football gehört zu den Endzonenspielen, Ziel des Spiels ist es Raumgewinn zu erzielen und den Ball in der gegnerischen Endzone abzulegen.
Die angreifende Mannschaft hat dabei vier Versuche, mit denen sie den Ball durch Tragen oder Werfen mindestens 10 Yards nach vorne bringen muss (eine Kette an der Seitenlinie markiert die nötige Distanz).
Schafft sie dies, bekommt die Angreifende Mannschaft vier neue Versuche "Downs".
Gelingt es der Offense nicht, im vierten Versuch die notewendigen zehn Yards zu erzielen, bekommt automatisch der Gegner den Ball.
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten das "Ei" über das Feld zu bewegen:
- Durch tragen des Balles (Bsp. Runningback)
- Durch Zuspiel des Quarterbacks auf die Passempfänger (Widereceiver)
- Durch Punt (Befreiungskick) oder durch ein Fieldgoal (in der Regel ab der 40 Yards Linie)
Ein Spielzug (Down) ist dann vorüber, wenn ein Spieler entweder mit dem Knie den Boden berührt, das Seitenaus erreicht hat oder ein Pass nicht gefangen wird und der Ball den Boden berührt.
Außerdem wichtig:
Mit Ausnahme des Ballträgers darf kein Spieler festgehalten werden. Das Berühren des Gesichtsgitters mit den Händen oder Beinstellen ist verboten, ebenso das Behindern eines Passempfängers beim Fangen.

Football ist eigentlich gar nicht so kompliziert wie man immer meint, wichtig ist einfach nur oft genug bei den Heimspielen der Invaders dabei zu sein, die Atmosphäre und Geselligkeit genießen und man wird automatisch zum "Football-Experten".
Und falls trotz der Erläuterungen noch Fragen offen sind? Unser Stadionsprecher gibt immer wieder Hilfreiche Tipps und Insiderwissen.

www.invaders.de

 
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